Der Oberlauf der Ruhr

Gutes Salmonidengewässer


Dem Ruhrgebiet gab sie ihren Namen. Politiker nennen sie gern den saubersten Industriefluß der Welt. Vor allem in ihrem Oberlauf ist die Ruhr ein gutes Salmonidengewässer mit Bachâ?? und Regenbogenforellen, ja sogar Äschen laichen dort. Mehr als 200 km legt der Fluß von seiner Quelle im Sauerland nordöstlich von Winterberg zurück, bis er bei Duisburg in den Rhein mündet. Der Fluß ist das wichtigste Trinkwasserreservoir für das Ruhrgebiet. Der Bau von Kläranlagen hat dazu geführt, daß sich die Wasserqualität ständig verbessert hat. Die Regenbogenforelle ist fast in der ganzen Ruhr anzutreffen. Tatsache ist: Viele Gewässer in saubererer Landschaft sind schmutziger als die Ruhr.

Salmonidengewässer
Während im Unterlauf des Flusses vor allem Hecht, Barsch. Aal und Weißfische gefangen werden, und nur vereinzelt Forellen, beginnt oberhalb von Westhofen das Salmonidenrevier. Ab Neheimâ??Hüsten und Arnsberg kann man die Ruhr schon als Äschenâ?? und Barbenregion be­zeichnen. Die Wasserqualität hat sich hier in den vergangenen Jahren erheblich verbessert, vor allem seit ein in Amsberg ansässiges Zellstoffwerk seine Produktion eingestellt hat. Laut Gewässergütekarte des Ruhrverbandes und des Gewässergüteberichtes der Stadt Amsberg hat das Wasser die Güteklasse 2. Sowohl Forellen als auch Äschen laichen im Oberlauf der Ruhr. In Öventrup wird zudem ei­ne neue Kläranlage gebaut, die bis zur Jahr­tausendwende fertig gestellt werden soll, und die die Wasserqualität noch einmal entscheidend verbessern wird.

Kapitale Fänge
Die Ruhr hat im Stadtgebiet von Arnsberg eine Breite von 10 bis 20 m und eine Tiefe von 50 cm, abgesehen von einigen Kolken und aufge­stauten Stellen, die bis zu 3 m tief sind. Die Uferbeschaffenheit ist unterschiedlich â?? von Geröll und Kieseln über Wiesen bis zu einigen wenigen sumpfigen Stellen. Die Ufer sind mit einheimischen Büschen und Bäumen wie Weiden, Erlen und Schlehen bestanden. Haupt­fische sind Döbel, Barben und andere Weiß­fische. Im Stadtgebiet von Arnsberg werden aber auch Aale bis zu drei Pfund, Barben bis zu acht Pfund, Bachâ?? und Regenbogenforellen bis zu drei Pfund und Karpfen bis zu 18 Pfund gefangen. Vereinzelt gelang der Fang von drei­pfündigen Äschen. Nach Frühjahrshochwassern im März/April, wenn der Schnee im Hoch­sauerland schmilzt, wurden in Amsberg auch Hechte bis zu sechs Pfund gefangen.

Pflege der Natur
Die Angelvereine an der Ruhr betreiben eine intensive Gewässerpflege. Sie haben Bachpa­tenschaften übernommen und bauen Nistmög­lichkeiten. Dank ihrer Tätigkeit haben sich Wasseramseln und Eisvögel in großer Zahl an der Ruhr wiedereingefunden. Unterhalb von Arnsberg wurden erfolgreiche Besatzmaß­nahmen mit Forellenlaich gemacht. Erfolgreich war auch der Besatz mit Schleien in den tiefen Kolken und zum Teil mit Karpfen.

Begrenzte Zahl von Angelkarten
Vor einigen Jahren vergaben Städte wie Arnsberg noch Karten an Gastangler. Heute ist die Zahl streng limitiert, und Gastkarten wer­den nur noch an Feunde von Vereinsmitglie­dern und Gäste der Vereine ausgegeben. Die Stadt Freienohl vergibt Karten an Kurgäste, die in Freienohl übernachten. Es steht allerdings nur ein begrenztes Kontingent zur Verfügung. Die Karten gelten für den ca 5,5 km langen Ruhrabschnitt in Freienohl. Hauptbesatz sind hier Äschen und Bachforellen.

Informationen zum Oberlauf der Ruhr
Angelkarten:
Der Sportangelverein Ruhrwellen bewirtschaftet die Strecke zwischen Arnsberg und Neheim­ Hüsten. Er vergibt Tages­karten an Freunde von Mitgliedern und Gäste des Vereins (Auskunft Frem­denverkehrsverband). Für Urlaubsgäste in Freienohl gibt es Tageskarten.

Die Fische:
Aal, Äsche, Bachâ?? und Regenbogenforelle, Döbel, vereinzelt Karpfen.

Beschränkungen:
Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang darf mit einem Haken, von Son­nenuntergang bis Sonnenaufgang mit drei Haken gefischt werden."Es dürfen pro Tag drei Sal­moniden, bzw. drei Forellen, gefangen werden sowie ein Karpfen".

Mindestmaße:
Karpfen 35 cm, Bachforellen 25 cm. Im übrigen gelten die Mindestmaße des Landesfischereigesetzes Nordrheinâ??Westfalen.

Angelgeräte:
Außer der Kopfrute alle üblichen Angelruten, besonders aber die Fliegenrute.

Die besten Köder:
Spinner, Wobbier, Flie­gen, besonders Köcherâ??, Steinâ?? und Eintagsfliegen; Mais, Wurm, Made.

Angelgeschäfte:
Strojnowski, Apotheker­straße 12, Thiele, Damm­straße 1, in Arnsberg.

Übernachtung:
Auskunft beim Fremdenverkehrsverein Arnsberg, Neumarkt 6.


Für die Texte bedanken wir uns bei:

Detlef Goerke