Der Bodensee
Felchen und Seeforellen !

Der Bodensee liegt im Dreiländereck Deutschland/Österreich/Schweiz und ist mit 571,5 qkm Fläche und 254 m Tiefe einer der größten Binnenseen in Europa. Seine Wasserqualität ist bis auf wenige Stellen mit gelegentlicher Belastung aus der Landwirtschaft sehr gut. Dem Bodensee wird das Leitungswasser für Baden-Württemberg entnommen (über 200 km bis hinter Stuttgart), und das Wasser wird sogar in Sprudelflaschen abgefüllt. Er ist sehr gut erreichbar (2 Autobahnen, Bundesstraßen, im Sommer jedoch oft viel Verkehr am Wochenende). Problemlose Übernachtung in Hotel, Privatpension oder auch auf vielen Campingplätzen, die oft direkt am See liegen.

Fast das gesamte Nordufer liegt im baden-württembergischen Bereich und ist in den westlichen und östlichen Uferbereich aufgeteilt, wobei der Jahres-Erlaubnisschein für das Gesamtufer Nord (Überlinger- und Obersee) zuletzt ca. 35,00 EUR gekostet hat. Er ist erhältlich z. B. beim staatl. Forstamt in Tettnang. Besonders gute Bereiche sind die Flußmündungen der Rotach, der Schussen und der Argen. An diesen Flußmündungen kann man Barsch, Hecht, Brachsen, Döbel, Barben, Regenbogen- und Bachforellen fangen. Doch auch die Uferzonen um die Häfen (Kressbronn / Gohren, Friedrichshafen, Meersburg und Überlingen sind recht gute Stellen, da man hier an Hafenmolen weit rauskommt, und dann auch die typischen Bodenseefische Felchen und Seeforelle und gelegentlich kapitale Welse antrifft, die sonst meist nur vom Boot aus gefangen werden, dieses jedoch in der Sportfischererlaubnis untersagt ist.

Ein weiteres sehr gutes Gebiet ist das Konstanzer Fischwasser. Meine letzte Jahres-Uferkarte hat ebenfalls ca. 35,00 EUR gekostet. Sie gilt für das städtische Fischwasser (unterer Konstanzer Trichter) und den Seerhein bis zur Schweizer Grenze. Dort fängt man mit Köderfisch vor allem einjährige Barsche (Kretzer), Forellen und Weißfisch. Am Seerhein hat mir aber auch schon ein 8-pfündiger Spiegelkarpfen auf einen Köderfisch angebissen, der eigentlich für Barsch oder Forelle bestimmt war. Dieser Raubkarpfen hatte dann auch zwölf weitere Fischlein im Magen.

Der Seerhein ist ein ganz spannendes Gewässer, durch die Strömung ist man dort auch sehr aktiv. Gefischt habe ich mit Boilies, Brot/Kartoffel, Blinker, jedoch vor allem mit Köderfisch (nur Weißfische!), der mit dem Senknetz an tieferen Stellen gut gefangen werden kann. Aal bis nachts 1,00 Uhr auch mit Fischresten/Innereien. Insgesamt ist der Bodensee ein klasse Gewässer für Angler, die natürlich aufgewachsenen Wildfisch bevorzugen, man kann sich, wenn man will, gut mit anderen Anglern austauschen, hat aber immer genügend Platz um seinem Hobby auch ungestört nachgehen zu können.

Zuletzt noch ein Tip, für die, die sich über jeden gefangenen Weißfisch ärgern: Vor dem Braten die Rückenpartie, in der die feinen Gräten sind, mit einem scharfen Messer fein einschneiden. (ca. alle 0,5 cm ein Schnitt, je nach Größe des Fisches 1- 2 cm tief). Die Gräten merkt man dann kaum mehr, und das Fleisch der Weißfische übertrifft das von vielen seiner Artgenossen, besonders der Gründler.

Viel Spaß und Petri Heil am Bodensee


Für den Tipp bedanken wir uns bei Rolf Steinhauser: