Wels

Lateinischer Name: Siurus glanis



Aussehen: Der Wels ist ein echter Knochenfisch, der auch Weller, Waller, Scheid genannt wird. Er hat einen walzenförmigen Körper, bei dem sich Höhe und Breite nicht großartig unterscheiden. Typisch ist für ihn ist der flache Kopf der breit und abgeplattet erscheint. Zwei lange bewegliche Bartfäden am Oberkiefer und 4 unbewegliche kurze Barteln an der Unterseite des breiten Mauls, das mit Hechelzähnen besetzt ist, gehören dazu. Die sehr lange Afterflosse reicht bis zur Schwanzflosse, dafür sitzt die sehr kleine Rückenflosse relativ weit vorne. Eine Fettflosse fehlt. Schuppen fehlen und die Seitenlinie ist beim Wels vollständig ausgeprägt. Die Grundfarbe des Bauches ist ein dunkles bis schmutziges Weiß, während der Rücken von grüngrau bis blauschwarz erscheint. Die Seiten sind zudem mit verschieden großen Flecken bis netzartigen Muster in der Farbe Schwarz bis Blaugrau versehen. Der Wels kann bis zu 80 Jahre alt werden und mist dabei eine Länge von bis zu 3m. Sein Gewicht kann dann ein max. Gewicht von über 150 kg erreichen.



Lebensraum/Verhalten: Der Wels kommt in weiten Teilen Mittel-, Süd- und Osteuropas vor. Als Süßwasserfisch bevorzugt er große, warme Binnengewässer, wie Seen, ruhig fließende Flüsse und Ströme. Wohngewässer mit überhängener Uferböschungen und schlammigen Grund werden gerne von ihm angenommen. Der Wels ist seinem Wohngewässer treu und verteidigt sein Revier. Als räuberischer Grundfisch versteckt er sich tagsüber am liebsten im Schlamm zwischen Pflanzenbeständen und versunkenen Bäumen. Mit seinen langen beweglichen Barteln tastet er den Grund nach Beute ab. Durch seinen hervorragen Tast- und Geruchssinn kann er diese auch gut im Dunkeln gut aufspüren. So ist der Wels abend- und nachtaktiv. Seine Beute nimmt er im freien Wasser und besonders am Grund auf. Seine ausgeprägte Seitenlinie macht ihn zu einem sehr druckempfindlichen Fisch. Durch diese Empfindlichkeit kann man nach Gewittern auch tagaktive Welse beobachten.



Nahrung: Nach dem Schlüpfen und dem Verzehr des Dotters ernähren sich die Larven zunächst von Plankton. Als junger Fisch ernährt sich der Wels üblicher Weise durch Stöbern im Grund (gründeln) seine Nahrung auf. Dazu gehören Insektenlarven, Würmer, Schnecken, aber auch kleine Krebse. Der erwachsene Wels ernährt sich hingegen hauptsächlich von der Jagd nach Fischen. Mit zunehmenden Alter werden auch Amphibien, Wasservögel und kleine Säugetiere zu seiner Beute. von Insektenlarven Als Jungfische ernährt sich der Zander von Plankton und Insektenlarven. Erwachsen ist der Zander ein ausgesprochener Raubfisch. Hier wird er jedoch nur für kleinere Fische eine Gefahr. Beutefische sind u.a. Moderlieschen, Ukeleien, Döbel, Rotauge.

Vermehrung: Die Laichzeit ist mai bis Juni. Als Laichplatz wird die flache Uferzone oder überschwemmte Wiesen gewählt. Nach turbulenten Liebesspiel legt das Weibchen seinen gelblichen Laich, ca. 400.000 Eier, auf Wasserpflanzen ab. Die Wassertemperatur liegt bei ca. 18°C. Nach der Befruchtung verlieren die Eier die Färbung. Der Laich und teilweise auch noch die geschlüpten Larven werden von beiden Elterntieren bewacht.


Gefährdung: Durch Verbau und Abschneiden von Seitenarmen bei Flüssen kann dem Wels notwendiger Raum zum Ablaichen genommen werden. Ausbaggerungen von Flüssen für die Schifffahrt und ähnlichen nimmt dem Wels die Versteckmöglichkeiten. In Deutschland ist der Wels von ausgerottet, Verschollen bis nicht gefährdet eingestuft. Das liegt an der Schwierigkeit ihn nachzuweisen. Gesamt wird er als stark gefährdet eingestuft.


Schutz: Landesabhängig. Fangverbote während der Laichzeit und Mindestgrößen für den Fang von 50 bis 70 cm sind hier zu nennen.