Stör
Lateinischer Name: Acipenser sturio

Aussehen: Der Stör ist ein Knochenfisch und kann eine Länge von etwa 5-6Metern und ein Gewicht von bis zu 1400 Kilo erreichen. Sein Körper ist spindelförmig und sein Kopf zu einem Schnabel ausgezogen. Die Haupt ist nackt, ohne Schuppen. Dafür besitzt der Stör Schilder. Auf dem Rücken hat er davon 10-13, an der Seite 24-40 und am Bauch 11-13 Stück. Sie werden unterteilt in Bauch-, Rücken- und Seitenschilder. Er besitzt eine asymmetrische Schwanzflosse. Seine Barteln sind rund, die Unterlippe ist geteilt. Die Rückenflosse weist 31-46, die Schwanzflosse etwa 10, die Brustflosse 36-45, die Bauchflosse 26-34 und die Afterflosse 22-33 Strahlen auf. Eine Fettflosse besitzt der Stör nicht. Der Stör kann bis zu 100 Jahre alt werden. Er wird vor allem wegen seines Kaviars, das sind die Eier des Weiblichen Störs, gefangen. Kaviar gilt als Delikatesse und wird zu einem sehr hohen Preis verkauft.

Lebensraum/Verhalten: Heute findet man den Stör im europäischen Verbreitungsgebiet bis nach Norwegen und Island, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer. In Deutschland dagegen gilt er als ausgestorben bzw. verschollen. Im Meer lebt er vor allem in den Gezeitenzonen.

Nahrung: Der Stör ernährt sich von Bodentieren, Würmern, Insektenlarven, Schnecken und Muscheln.

Vermehrung: Der männliche Stör erreicht seine Geschlechtsreife im Alter von 11 Jahren und die Weibchen im Alter von 14 Jahren. Die Laichzeit findet in den Monaten April bis Juni statt. Dazu verlässt der Stör das Meer und wandert in die Unterläufe der Flüsse. Als Laichplatz bevorzugt er strömende Gewässer mit festem Grund oder Kiesbänken. Die Weibchen geben bis zu 2,5 Millionen Eier mit einer Größe von 2-3 mm in das strömende Wasser ab. Nach 3 bis 6 Tagen schlüpfen schwarze, kaulquappenartige Larven. Wenn die Jungtiere eine Größe von 40 bis 60 Zentimetern, meist im Alter von 1 bis 2 Jahren, erreicht haben, wandern sie ins Meer.


Gefährdung: Der Stör gilt in Deutschland als ausgestorben bzw. verschollen. Dies ist auf die Gewässerverschmutzung der Nord- und Ostsee, den hohen Fangdruck (aufgrund des beliebten Kaviars) und die Zerstörung der Laichgründe zurückzuführen.

Schutz: entfällt