Schellfisch
Lateinischer Name: Melanogrammus aeglefinus

Aussehen: Der Schellfisch gehört zu der Familie der Dorsche und kann bis zu 1 Meter lang und 12 Kilo schwer werden. Der Körperaufbau ist mit dem des Kabeljau vergleichbar, wie dieser besitzt er eine dreigeteilte Rückenflosse. Die Seitenlinie ist ebenfalls wie bei Kabeljau vom Schwanz zum Kopf aufwärts geschwungen. Jedoch ist er an dem schwarz der Seitenlinie und einem zusätzlichen schwarzen Fleck über der Brustflosse schnell zu unterscheiden. Er besitzt eine Kinnbartel, die jedoch kleiner als die des Kabeljaus ist. Die Färbung reicht über den dunkelgrauen Rücken zu den heller werdenden Seiten und dem weißlichen Bauch. Insgesamt hat er einen silbrigen Schimmer. Die Färbung kann auch mit violetten Tönen versetzt sein. Der Schellfisch gilt als beliebter Speisefisch.

Lebensraum/Verhalten: Der Schellfisch kommt hauptsächlich in der Nordsee vor. Dabei ist er ein geselliger Fisch, der überwiegend in Schwärmen lebt und Standorte mit einer Tiefe von 40 bis 300 Metern mit schlammigen Untergrund bevorzugt. Er hält sich lieber am Boden auf und ist in ständiger Bewegung. Aufgrund seiner Temperaturempfindlichkeit wandert er ständig hin und her. Im allgemeinen bevorzugt er jedoch küstenferne Gebiete mit einer Wassertemperatur von 4 bis 10 Grad.

Nahrung: Hauptsächlich ernährt sich der Schellfisch von Würmern, Krebsen und Muscheln. Jagt gelegentlich aber auch mal Jungfische. Mit Hilfe seiner Bartfäden spürt er die am Boden lebenden Tiere, von denen er sich ernährt, auf.
Vermehrung: Der Schellfisch erreicht seine Geschlechtsreife zwischen dem dritten und achten Lebensjahr. Schon während der Wintermonate wandern die Schellfische zu ihren Laichplätzen. Die Laichzeit findet zwischen den Monaten Januar und Juli statt. Die Weibchen legen bis zu einer Millionen Eier ab. Daraus schlüpfen etwa 5 Millimeter große Larven, die sich in der Meeresströmung über weite strecken tragen lassen. Wenn sie eine Größe von 30 bis 40 Millimetern erreicht haben werden sie aktiv. Die Elterntiere nähern sich nach der Laichzeit wieder den Küstengebieten und suchen ihre Weidenplätze auf.

Gefährdung: Aufgrund der Überfischung gilt der Schellfisch heute als bedroht.

Schutz: Zur Zeit sind keine Schutzmaßnahmen bekannt.