Quappe
Lateinischer Name: Lota lota

Aussehen: Die Quappe gehört zu den dorschartigen Fischen, erreicht eine Länge von durchschnittlich 50 cm und wird bis zu 8 Kilo schwer. Der Körper ist langgestreckt und vorne walzenförmig, hinten ist er jedoch stark zusammengedrückt Die Quappe besitzt ein großes, unterständiges Maul mit einer langen Bartel am Kinn. An den Nasenlöchern sitzen zwei kürzere Barteln. Der Kiefer ist mit Hechelzähnen besetzt. Die Seitenlinie ist unvollständig ausgebildet und die Schuppen klein und unscheinbar. Die Quappe besitzt zwei Rückenflossen, wobei die erste 9-16 und die zweite 68-85 Strahlen aufweist. Die beiden Rückenflossen sitzen sehr eng aneinander. Die Brustflosse weist 18-20 Strahlen auf und ist kehlständig. Die Schwanzflosse zählt 36-40, die Bauchflosse 5-6 und die Afterflosse 66-70 Strahlen. Eine Fettflosse ist bei der Quappe nicht vorhanden. Quappen sind meist bräunlich bis oliv marmoriert gefärbt. Dabei sind die Seiten heller als der Rücken und der Bauch nimmt eine gelbliche bis weißliche Färbung ein.

Lebensraum/Verhalten: Die Quappe ist die einzige dorschartige Fischart die ausschließlich im Süßwasser lebt und sich auch dort fortpflanzt. Sie bevorzugt klare Gewässer, wobei sie sowohl in Flüssen als auch in Seen mit sauerstoffreichem Wasser zu finden ist. Auch im Brackwasser der Ostsee ist sie zu finden. Sie bevorzugt bei der Standortwahl einen kiesigen-sandigen Untergrund. Sie lebt ausschließlich am Boden und ihre Schwimmblase ist reduziert. Nachts ist die Quappe sehr aktiv, tagsüber hält sie sich dagegen in Verstecken auf.
Nahrung: Als Jungtier ernährt sich die Quappe aus Würmern, Insektenlarven und Kleinkrebsen. Als erwachsene Tiere ernähren sie sich hauptsächlich von anderen Fischen, die sie während der erbeuten.

Vermehrung: Die männliche Quappe erreicht ihre Geschlechtreife im Alter von 3 Jahren, die weibchen im Alter von 4 Jahren. Sie gehört zu den Winterlaichern und dementsprechend findet die Laichzeit in den Monaten November bis Februar statt. Dabei unternehmen sie zunächst eine Laichwanderung, die bis zu 100 km betragen kann. Feiner, sandiger Untergrund in tieferen Gewässerabschnitten wird bevorzugt. Die Weibchen legen bis zu 1.000.000 gelbliche Eier, die eine Größe von ca. 0,8-1,5 mm haben. Jedes einzelne Ei enthält einen 0,4 mm großen Öltropfen. In Fließgewässern haften sich die klebrigen Eier an Substrat fest. Nach etwa 5 Wochen schlüpfen die 4 mm großen Larven und ernähren sich in der ersten Zeit von ihrem großen Dottersack.

Gefährdung: Die Quappe gilt in einigen Gebieten als verschollen, in anderen Gebieten wird sie als stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht eingestuft.

Schutz: Die Schutzmaßnahmen zur Gewässereinhaltung müssen weitergeführt werden. Die Durchwanderbarkeit muss erreicht werden, da die Nase weitreichende Wanderungen unternimmt.