Lateinischer Name: Leucaspius delineatus
Aussehen: Das Moderlieschen ist ein sehr kleiner Fisch und erreicht gerade mal eine Größe von 7-9 cm und ein Gewicht von nur einigen Gramm. Die Weibchen sind dabei etwas größer und beleibter als die Männchen. Der Körper des Moderlieschens ist langgestreckt mit einem oberständigen Maul. Die Seitenlinie ist kurz und unvollständig, an ihr kann 2-12 Schuppen zählen. Die Schuppen fallen leicht aus. Der Rücken weist eine graugrüne Färbung, die Seiten eine silbrige mit bläulichen Streifen. Die Rückenflosse weist 9-11, die Schwanzflosse 19, die Brustflosse 14-15, die Bauchflosse 10 und die Afterflosse 13-17 Strahlen auf. Eine Fettflosse ist beim Moderlieschen nicht vorhanden. Das Moderlieschen wächst sehr schnell und hat eine hohe Fruchtbarkeitsrate, dafür erreicht es lediglich ein Alter von maximal 3 Jahren (kurzer Generationszyklus).
Lebensraum/Verhalten: Das Moderlieschen ist ein geselliger Fisch und bildet sowohl kleine als auch große Schwärme. Es bevorzugt stehende und langsam fließende Gewässer. An das Wasser wird keine besondere Anforderung gestellt. Selbst in Kleinstgewässern, die eine ganzjährige Wasserführung haben oder eine Rückzugmöglichkeit in tiefre Gewässer bieten, kann man sie finden.
Nahrung: Die Moderlieschen ernähren sich vor allem von tierischem Plankton, aber auch Anflugnahrung und pflanzliches Plankton stehen auf dem Speiseplan.
Vermehrung: Die Laichzeit findet in den Monaten April bis Juni statt und ihre Geschlechtsreife erhalten die Moderlieschen bereits in ihrem zweiten Lebensjahr. Die Männchen zeigen zu dieser Zeit einen deutlichen Laichausschlag am vorderen Teil des Kopfes. Bei einer Wassertemperatur von über 18 Grad legen die Weibchen etwa 3.500 Eier mit einer Größe von 1,3-1,5 mm ab. Der Laichvorgang findet in mehreren Etappen statt und kann sich über mehrere Wochen strecken. Die Eier werden in Form von Laichbändern abgegeben, die Ringförmig um die Wasserpflanzen gelegt werden. Die Männchen übernehmen nun für etwa 5-12 Tage, bis die Larven schlüpfen, die Brutpflege. Zum einen bewachen sie das Gelage, zum anderen gewährleisten sie die Sauerstoffversorgung der Eier, in dem sie die Stengel der Pflanzen anstoßen und so kontinuierlich mit Frischwasser versorgen. Ein bakterienhemmendes Sekret wird zudem vom Männchen auf die Eier aufgetragen.
Gefährdung: Das Moderlieschen steht auf der roten Liste und ist dort als gefährdet eingestuft.
Schutz: Zur Zeit sind keine Schutzmaßnahmen bekannt.

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