Karausche
Lateinischer Name: Carassius carassius

Aussehen: Die Karausche gehört zu der Familie der Karpfenfische, zu der etwa 1500 Arten gehören. Sie kann eine Länge von etwa 60 cm, wobei sie sehr langsam wächst, erreichen und ein Gewicht von mehreren Kilo. Der Körper ist hochrückig und seitlich stark abgeflacht. Am höchsten Punkt des Rückens beginnen die Rückenflossen, teilweise auch kurz dahinter. Das Maul ist endständig und die Bartfäden fehlen. Die Färbung des Rückens ist messinggelb, manchmal auch grau bis grünlich, und wird zum Bauch hin immer heller. Entlang der Seitenlinie liegen 32-35 Schuppen. Die Rückenflosse weist 17-25, die Schwanzflosse, 19-20, die Brustflosse 13-14 und Bauch- und Afterflosse 8-11 Strahlen auf. Eine Fettflosse ist nicht vorhanden. Die Schwanzflosse ist eingekerbt und auf dem Schwanzstiel befindet sich oft ein dunkler Fleck, der vor allem bei Jungfischen häufig zu sehen ist.

Lebensraum/Verhalten: Die Karausche ist sehr genügsam was die Anforderung an den Lebensraum betrifft. Die Karausche kommt im gesamten Gebiet der Bundesrepublik Deutschland vor. Man findet sie selbst in kleinen, sauerstoffarmen und verschlammten Tümpeln. Sie können bis zu 5 Tage ohne Sauerstoff überleben. Auch wenn der Teich im Sommer austrocknet, können sie eingegraben im Schlamm einige Zeit überleben. Die Karausche meidet kalte und schnell fließende Gewässer.

Nahrung: Als Nahrung dienen kleine Bodentiere, aber auch Pflanzenteile und abgestorbenes Pflanzenmaterial.

Vermehrung: Die Geschlechtsreife erlangt die Karausche in ihrem zweiten Lebensjahr. Die Laichzeit findet in den Monaten Mai bis Juni statt, dabei muss die Wassertemperatur bei mindestens 15 Grad liegen. Am Uferbereich sammeln sich die Fische in größeren Gruppen. Die Weibchen legen bis zu 300.000 Eier mit einer Größe von 1,0-1,5 mm an Wasserpflanzen ab. Das Laichen verteilt sich Portionsweise über mehrere Tage. Nach 2-4 Tagen schlüpfen die Larven, die eine Länge von 4-5 mm haben.

Gefährdung: Die Karausche ist als stark gefährdet eingestuft. Dies rührt vor allem von dem Verlust ihrer Lebensräume her, wie Verladung von Kleingewässern, Altarmen oder Gräben.

Schutz: Zur Zeit sind keine Schutzmaßnahmen bekannt.