Lateinischer Name: Clupea harengus
Aussehen: Der Hering gehört, wie sein Name schon sagt, zu der Familie der Heringsfische. Er erreicht eine Länge von 40 cm. An seinem typisch glänzenden Aussehen und seinem faszinierenden Farbenspiel unter Wasser kann man ihn leicht erkennen. Der Rücken des Herings leuchtet unter Wasser in allen Farben: von gelbgrün über blauschwarz bis blaugrün. Dabei fällt ein dezenter Purpurschimmer auf. Die Flanken sind silbrig glänzend und der Bauch weißlich gefärbt. Außerhalb des Wassers ist seine Farbe jedoch unscheinbar grünblau und nicht mehr so farbenprächtig. Der Hering besitzt Schuppen ohne Dornen und einen glatten Kiemendeckel. Markant ist der Unterkiefer, der länger ist als der Oberkiefer. Hinter dem vorderen Ende der Rückenflosse sitzt beim Hering die Bauchflosse. Er kann ein alter von bis zu 20 Jahren erreichen.
Lebensraum/Verhalten: Der Hering ist ein Salzwasserfisch und man findet ihn sowohl in der Nord- als auch in der Ostsee. Der Hering ist ein absoluter Schwarmfisch. Der Hering durchläuft einen Jahreskreislauf (siehe auch Vermehrung)..Da er selbst Nahrung für viele Meerestiere ist, ist er für das marine Ökosystem von großer Bedeutung. Auch als Speisefisch ist der Hering sehr beliebt. Wirtschaftlich gesehen hat er dadurch einen sehr großen Stellenwert, denn 19 Prozent des Fischfangs in Deutschland entfallen auf den Hering.
Nahrung: Der Hering ernährt sich ausschließlich von Plankton.
Vermehrung: Der Hering durchlebt einen Jahreskreislauf. Im Winter magert der Hering ab. Mit der Wassererwärmung im Sommer vermehrt sich das Plankton und der Hering findet ein unerschöpfliches Futterreservoir vor. Plankton gibt ihm Wuchs- und Aufbaustoffe, die er zur Bildung Milch und Rogen benötigt. Milch und Rogen machen im August etwa ein Fünftel seines Körpergewichts aus. Nachdem er im Herbst abgelaicht hat, beginnt dieser Zyklus von vorne. Die männlichen und weiblichen Heringe geben ihre Milch und den Rogen ins Wasser ab. Dabei bevorzugt der Hering Kiesböden. Es entstehen ungefähr 20.000-50.000 Eier mit einer Größe von 1,2-1,5 mm, die zu Boden sinken und sich an Steinen, Algen und Muschelschalen festkleben. Nach etwa zwei Wochen schlüpfen die 7-9 mm großen Larven, die sich in der ersten Woche von ihrem Dottersack ernähren. Danach werden sie vom Tageslicht angezogen und steigen an die Wasseroberfläche, wo sie sich von Krebslarven und Planktonalgen ernähren. Die ersten Schuppen bilden sich, wenn der junge Hering eine Größe von 4 cm erreicht hat.
Gefährdung: Man behauptet, dass der Erhalt des Bestandes nicht mehr gewährleistet ist, da es zu wenige geschlechtsreife Heringe gibt.
Schutz: Zur Zeit sind keine Schutzmaßnahmen bekannt.

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