Lateinischer Name: Esox lucius
Aussehen: Die Männchen werden max. 1m und die Weibchen max. 1,5 m groß, wobei der Hecht ein Gewicht von bis zu 35 kg erreichen kann. Sein Körper ist langgestreckt und seitlich ein wenig abgeflacht. Sein langer Kopf geht über in eine flache, entenschnabelförmige Schnauze mit einer sehr weiten Mundspalte. Der Kiefer weißt große Fang- und kleinere Hechelzähne auf. Die Rückenflosse ist weit nach hinten versetzt. Der Hecht weist entlang der Seitenlinie, die mehrfach unterbrochen ist, etwa 110 bis 130 Schuppen auf. Seine Färbung ist sehr unterschiedlich und hängt vom Wohngewässer ab. Sein Rücken ist bräunlich oder grünlich, ebenso die Flanken, die jedoch deutlich heller und mit Querbinden sind. Am Bauch ist der Hecht weiß bis gelblich. Die Rücken-, Schwanz- und Afterflossen haben unregelmäßige, dunkle Flecken.
Lebensraum/Verhalten: Der Hecht bevorzugt stehende und leicht fließende, klare Gewässer, daher findet man ihn in Flüssen und Seen. An der Ostsee findet man ihn auch im Brackwasser. Meist hält er sich in Ufernähe auf, weil ihm dort die meisten Versteckmöglichkeiten (z.B. Schilf) geboten werden. Seinem Standort ist der Hecht absolut treu und verteidigt sein Revier gegenüber seinen Artgenossen.
Nahrung: Der Hecht ist ein optisch orientierter Raubfisch, der sich vorwiegend von Fischen ernährt. Auch die eigenen Artgenossen werden nicht verschont, über 90 % der Junghechte werden so gefressen Er frisst Fische von bis zu 70% seiner eigenen Körpergröße. Der Hecht ist bei seiner Beute in der Regel nicht allzu wählerisch und frisst nicht bloß alle möglichen anderen Fische bis hin zum Aal, sondern auch Frösche, Molche, Mäuse, Ratten und junge Enten, gelegentlich sogar Krebse, Würmer und Blutegel. Der Hecht kann zwar nicht besonders gut riechen und schmecken, aber seine Augen sind scharf. Im Versteck geht er auf die Lauer nach Beute bis seine scharfen Augen etwas entdecken, dann schießt er wie der Blitz auf die Beute zu, obwohl er sonst nicht besonders schnell schwimmt.
Vermehrung: Die Laichzeit findet im Frühjahr (Februar bis Mai) statt. In dieser Zeit wandern die Hechte zu Ihren Laichplätzen: pflanzenreiche Uferstellen, Altarme oder auf überschwemmten Wiesen. Sie legen etwa 40.000 klebrige Eier pro kg Körpergewicht ab, die einen Durchmesser von 2,5-3 mm haben. Die Laichzeit kann bis zu 4 Wochen dauern, da die Ablage in mehreren Portionen erfolgt.
Gefährdung: Da die natürliche Vermehrung des Hechtes in den Flussunterläufen durch Maßnahmen wie hochwasserfreier Ausbau stark eingeschränkt ist, kann man den Hecht als gefährdet ansehen. Die Überschwemmungsgebiete wurden als Laichplätze aufgesucht, die heute verschwunden oder nur noch sehr selten sind. Altarme, die als Laichhabitate genutzt werden haben meistens keine offenen Verbindungen zum Flusslauf.
Schutz: In der Zeit vom 15. Februar bis zum 30. April gibt es für den Hecht eine Artenschonzeit, in dieser Zeit dürfen Hechte nicht geangelt werden. Für geangelte Hechte gibt es eine Mindestgröße von 45 cm.

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