Hasel

Lateinischer Name: Leuciscus leuciscus

Aussehen: Der Hasel gehört zu den Karpfenfischen und hat einen zierlichen Körperbau, der an den Seiten leicht abgeflacht ist. Der Kopf ist klein, schmal und zugespitzt. Das Maul ist leicht unterständig und klein. Der Rücken ist dunkel silbergrau gefärbt. Die Farbe geht in die Seiten immer heller werdend über und endet mit einer weißlichen Färbung am Bauch. Die Flossen haben eine leichte orangene bis rote Färbung. Die Afterflosse ist deutlich ausgebuchtet. Die Rückenflosse weist 10-11, die Schwanzflosse 19, die Brustflosse 17-18, die Bauchflosse 10 und die Afterflosse 10-12 Strahlen auf. Eine Fettflosse ist nicht vorhanden. Entlang der Seitenlinie zählt man 48-54 Schuppen. Der Hasel erreicht meist ein Alter von 7-10 Jahren und wächst sehr langsam.

Lebensraum/Verhalten: Der Hasel bevorzugt klare, sauerstoffreiche und schnellfließende Gewässer. Dabei ist er eine ausgesprochen strömungsliebende Fischart. Auch in Talsperren und toten Flussarmen findet man ihn vereinzelt, man vermutet das er in diese Gewässer durch Hochwasser gelangt. Der Hasel ist ein geselliger Fisch und hält sich schwarmweise nah an der Wasseroberfläche und vor allem in Ufernähe auf. Im Winter zieht der Hasel sich in kleinen Gruppen in tiefe Wasserlöcher zurück.

Nahrung: Die Nahrung der Hasel besteht aus Würmern, kleinen Krebsen, Larven und Insekten. Auf dem Gewässergrund sammelt er auch Larven von Wasserinsekten. In den Abendstunden sucht er ins Wasser gefallene Insekten direkt an der Wasseroberfläche. Sehr selten werden auch Pflanzen verspeist.
Vermehrung: Der Hasel wird in seinem dritten Lebensjahr geschlechtsreif. Die Laichzeit findet in den Monaten März bis Mai statt. Zu dieser Zeit zeigt der Körper des Männchens einen auffälligen Laichausschlag. Ihren Laichplatz suchen sie auf sandigem oder steinigen Untergrund, eventuell auch auf Wasserpflanzen. Die Weibchen legen 2.000-20.000 klebrige Eier mit einer Größe von 2-2,5 mm ab. Nach dem diese befruchtet wurden, heften sie sich an Steine und auch Pflanzen.

Gefährdung: Der Hasel wir als nicht gefährdet eingestuft.

Schutz: Es gibt für den Hasel keine Artenschonzeit, da inzwischen eine sehr häufige Verbreitung festgestellt wurde.