Güster

Lateinischer Name: Blicca bjoerkna

Aussehen: Der Güster gehört zu den Karpfenfischen, kann eine Länge von 20-40 cm erreichen und ein maximales Gewicht von 1,5 Kilo. Sein Körper ist seitlich abgeflacht mit einem hohen Rücken. Er besitzt eine stumpfe Schnauze mit einem leicht unterständigen Maul. Auffallend sind die Augen, die vom Durchmesser größer sind als die Mundspalte. Seine Rückenflosse weist 11 und die Afterflosse 22-26 Strahlen auf. Die Brustflosse ist nicht besonders ausgeprägt und reicht nicht bis zum Bauchflossenansatz. 44-50 Schuppen kann man entlang der Seitenlinie zählen. Der Rücken ist grau- bis schwarzgrün gefärbt, wobei die Flanken heller werden und einen weißfarbigen Bauch übergehen. Seine Flanken sind silbrig gefärbt. Bis auf die paarigen Flossen und manchmal auch die Afterflosse, die eine rötliche Färbung aufweisen, sind alle anderen Flossen in einer dunkelgrauen Farbe. Die große Afterflosse verfügt über einen schwarzen Außenrand. Selten wird der Güster älter als 8-10 Jahre.

Lebensraum/Verhalten: Der Güster bevorzugt stehende und schwach strömende Gewässer und bevorzugt dabei pflanzenreiche Uferbereiche. Seine Ansprüche an die Wasserqualität sind eher gering. Er ist ein sehr geselliger Fisch und lebt in Schwärmen. Zum Winter hin begibt er sich zusammen mit anderen Weißfischen in tiefere Gewässerabschnitte und drängt sich in großen Schwärmen dicht zusammen. Der Güster hat keine wirtschaftliche Bedeutung und wird auf Grund ihres grätigen Fleisches auch nicht als Speisefisch geschätzt.

Nahrung: Die Nahrung der Güster besteht vorwiegend aus kleinen und wirbellosen Bodentieren, wie Muscheln, Schnecken oder Würmer. Auch Plankton und Wasserpflanzen gelten als Nahrung, wenn Bodentiere nicht in ausreichender Menge vorhanden sind. Er gilt als Nahrungskonkurrent für andere Karpfenfische.

Vermehrung: Die Laichzeit findet in den Monaten Mai-Juni statt. Der Güster sammelt sich in dieser Zeit in großen Schwärmen und zieht zu flachen und krautreichen Uferbereichen, da es sich bei der Güster um einen reinen Pflanzlaicher handelt. Der Laichvorgang findet nachts statt und es kommt zuvor zu heftigen Paarungsspielen. Die Weibchen geben etwa 17.000-100.000 klebrige Eier mit einer Größe von 2 mm ab. Dabei werden die Eier an die Wasserpflanzen geheftet.

Gefährdung: Der Güster gehört nicht zu den gefährdeten Arten.

Schutz: Zur Zeit sind keine Schutzmaßnahmen bekannt.