Graskarpfen
Lateinischer Name: Ctenopharyngodon idella

Aussehen: Der Graskarpfen erreicht eine maximale Länge von 1,20 Metern und ein Gewicht von bis zu 40 Kilo. Er gehört zu den eingewanderten bzw. eingeschleppten Tierarten (Neozoen). Zur Bekämpfung der Überentwicklung von Wasserpflanzen wurde er eingeführt. Obwohl sein Name das Wort Karpfen beinhaltet ist er mit diesem nicht verwandt, sondern gehört zu der Ordnung der Weissfische. Man unterscheidet hauptsächlich drei Unterarten: Amurkarpfen, Silberkarpfen und Marmorkarpfen. Der Körper ist langgestreckt und am Kopf abgeplattet. Er ist nicht besonders hochrückig, sondern im Querschnitt fast spindelförmig. Er besitz eine stumpfe Schnauze mit einem leicht unterständigen Maul, in dem sich scharfe und lange Schlundzähne befinden. Am Rücken weist der Graskarpfen eine dunkelgrüne bis grünschwarze, silbrige Färbung auf. Sein Körper ist mit großen Schuppen besetzt.

Lebensraum/Verhalten: Bei uns findet man den Graskarpfen überwiegend in Teichanlagen, wo er eingesetzt worden ist. Der Graskarpfen ist in Südostasien beheimatet daher rührt auch ein andere Name: Chinakarpfen. In seiner Heimat lebt er in ruhigen und warmen Flüssen. Man hat ihn in Teichanlagen gesetzt, um den hohen Pflanzenanteil zu verringern. Bei sehr starkem Besatz kann es jedoch zu pflanzenleeren Gewässern kommen. Eine Genehmigung des fischereikundlichen Dienstes in nach der Binnenfischereiordnung erforderlich, wenn Graskarpfen ausgesetzt werden sollen.
Nahrung: Der Name des Graskarpfen sagt eigentlich schon aus, wovon er sich ernährt, nämlich hauptsächlich von Wasserpflanzen. Nur als Jungtier ernährt er sich zunächst von wirbellosen Kleintieren.

Vermehrung: Der Graskarpfen hat bei uns nicht die Möglichkeit sich zu vermehren, da er hierzu eine Wassertemperatur von mindestens 25 Grad benötigt. Die Geschlechtsreife erreicht der Graskarpfen im Alter von 4 bis 6 Jahren, wenn er ein Eigengewicht von ungefähr 5-6 Kilo hat. In seiner Heimat laicht der Graskarpfen im Sommer und gibt dabei seine Eier im Flussbett ab, dabei bevorzugt er eine starke Strömung und einen kiesigen Untergrund.. Die Eier schwimmen frei und entwickeln sich während sie von der Strömung flussabwärts getragen werden. Schon nach 40 Stunden schlüpfen die Jungfische. Jungfische leben zunächst von Wirbellosen Kleintieren.

Gefährdung: Da es sich beim Graskarpfen um einen Fremdfisch handelt ist dieser in der Gefährdungsliste nicht eingestuft.

Schutz: entfällt