Giebel
Lateinischer Name: Carassius gibelio



Aussehen: Der Giebel gehört zu den Karpfenfischen und ist kein einheimischer Fisch, sondern wurde eingeschleppt. Seinen Ursprung findet er in Zentral- und Ostasien. Er erreicht eine Größe von 15 bis 40 cm und ein maximales Gewicht von 2 Kilo. Sein Körper ist langgestreckt und seitlich abgeflacht mit einem mehr oder weniger hohen Rücken. Seine hohe Rückenflosse zählt 17-25 Strahlen, wobei am letzten Strahl 10-15 Zähne sitzen, die in Richtung Flossenende größer werden. Der Rand der Rückenflosse ist gerade oder nach innen gewölbt. Die Afterflosse zählt 8-11 Strahlen und die Schwanzflosse besitzt eine deutliche Einbuchtung. Der Kopf des Giebel verfügt über ein unterständiges Maul, welches er vorstülpen kann. Sein Körper ist komplett mit großen Schuppen überzogen. Entlang der Seitenlinie liegen 28-32 Schuppen. Auf dem ersten Kiemenbogen sitzen etwa 39-50 Kiemenreusendornen. Der Rücken ist schwarz bis braun, ebenso Rücken- und Schwanzflosse. Die Flanken und der Bau sind gelblich mit einem silbrigen Schimmer. Die paarigen Flossen und die Afterflosse weisen eine helle Farbe auf. Der Giebel erreicht ein Alter von etwa 8 bis 12 Jahren.


Lebensraum/Verhalten: Der Giebel bevorzugt stehende und langsam fließende Gewässer, wie größere Flüsse und Seen, mit weichem Untergrund und reichem Pflanzenbewuchs. Er ist ein typischer Standfisch und hält sich überwiegend am Boden auf.

Nahrung: Der Giebel ernährt sich von Plankton, Landinsekten und Pflanzenresten, aber auch von Pflanzen und Bodentieren aller Art.


Vermehrung: Beim Giebel gibt es eine Besonderheit: Auch ohne Befruchtung durch ein Männchen können aus den Eiern Jungfische heranwachsen. Das Karpfen Spermium muss lediglich die Zellteilung im Ei anstoßen. Dabei lassen die Weibchen auch das Sperma von anderen Karpfenarten induzieren. Hierbei werden die Karpfen Gene jedoch nicht in das Ei integriert. Dadurch sind die Jungfische erbgleich (also ein Klon) mit der Mutter und dementsprechend ausschließlich Weiblich. Viele Populationen des Giebels, vor allem in Europa, bestehen daher nur aus Weibchen. Die Laichzeit findet in den Monaten Mai bis Juli statt. Die Weibchen legen etwa 160.000 bis 380.000 Eier an Wasserpflanzen ab, meist in zwei bis vier Rationen.


Gefährdung: Da es sich beim Giebel um keine einheimische Art handelt, kann man eine Gefährdung nicht bestimmen.


Schutz: entfällt