Lateinischer Name: Platichthys flesus
Aussehen: Die Flunder wird in Norddeutschland auch häufig Butt genannt. Sie erreicht eine Länge von etwa 30 bis 50 cm und erreicht ein Gewicht von etwa 3 Kilo. Ihr Körper ist oval, asymmetrisch und seitlich stark abgeflacht. Die Flunder ist ein zumeist rechtsäugiger Plattfisch, da ihre Augen auf der rechten Seite des Oberkörpers liegen. Aber auch linksäugige Exemplare gibt es. Sie verfügt über ein kleines Maul. Die jungen Flundern sind zunächst gleich geformt und schwimmen wie andere Fische senkrecht. Erst wenn Sie älter werden kippen sie und dann wandert ein Auge durch einen Teil der noch weichen Schädelknochen auf die andere Seite. Die Oberfläche der Flunder fühlt sich rau an, da sich entlang der Seitenlinie auf der Augenseite dornige Hautwarzen befinden. Die Färbung der Flunder ist von ihrer Stimmung und von dem Untergrund abhängig. Meist hat sie eine graue, braune oder olive Färbung mit dunklen Flecken, die auch rötlich sein können. Durschnittlich erreicht die Flunder ein alter von 15-20 Jahren.
Lebensraum/Verhalten: Die Flunder ist ein bodenorientierter Fisch. Sie lebt überwiegend im Salzwasser, stellt aber diesbezüglich keine besonderen Ansprüche. Daher kommt Sie auch in Bereich von Flussmündungen vor. Auch reines Süßwasser vertragt die Flunder und manchmal zieht sie sich in die Mittelläufe der Flüsse zurück. Bevorzugen tut sie jedoch Sand- und Schlickküsten mit einer Wassertiefe von maximal 30 Metern. Tagsüber gräbt sie sich oft oberflächlich im Sand ein und nur ihre Augen lugen hervor. Erst Nachts wird sie aktive und begibt sich auf Nahrungssuche.
Nahrung: Die Flunder ernährt sich überwiegend von Krebsen, kleinen Fischen, Insektenlarven und Würmern. Dabei gehen Sie vor allem Nachts auf Nahrungssuche. Auch die Neigung kleinere Fische, wie zum Beispiel Grundeln und kleinere Heringsfische, ist vorhanden. Junge Exemplare ernähren sich ausschließlich von Plankton.
Vermehrung: Die Flunder erreicht ihre Geschlechtsreife im alter von 2 bis 3 Jahren. Die Laichzeit findet überwiegend in den Monaten Februar bis Mai statt, kann aber in der Ostsee auch bis in den Sommer hin andauern. Das Ablaichen findet im Meer in einer Tiefe von etwa 20 bis 40 Metern statt. Dazu gibt das Weibchen bis zu 400.000 bis 2 Millionen Eier, mit einer Größe von 1 mm, ab, die im Wasser treiben. In salzärmeren Gewässern quellen die Eier auf, dadurch wird ihr Auftrieb vergrößert. Sie bleiben also auch in solchen Gebieten entwicklungsfähig und sinken nicht ab, wo sie am Boden dann verderben würden. Die jungen Flundern besiedeln nach dem Larvenstadium zunächst die Küstenrandgebiete, wie zum Beispiel das Wattenmeer.
Gefährdung: Die Flunder gilt nicht zu den gefährdeten Fischarten.
Schutz: Zur Zeit sind keine Schutzmaßnahmen bekannt.

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