Elritze
Lateinischer Name: Phoxinus phoxinus

Aussehen: Die Elritze ist eine sehr kleine Fischart und wird nur 6 bis 8 Zentimeter lang, in Ausnahmefällen bis 12 cm, ihr Gewicht beträgt nur einige Gramm. Sie zeichnet sich durch eine unvollständige Seitenlinie und winzige, kaum wahrzunehmende Schuppen aus. Ihre Flossenräder sind deutlich abgerundet. Eine gelblich- bräunliche Färbung weist die Elritze auf, mit dunklen Flecken oder Streifen auf dem Rücken und den Flanken. Die vordere Bauchälfte, die Lippenränder und die Ansatzstellen der paarigen Flossen und Afterflosse sind rot gefärbt. Die Elritze wächst nur sehr langsam und erreicht ein maximales Alter von fünf Jahren.

Lebensraum/Verhalten: Die Elritze ist ein typischer Schwarmfisch und hält sich in sauberen, klaren und sauerstoffreichen Bächen und Flüssen auf. Sie zählt zu den Süßfischen und bevorzugt schnell fließende Gewässer. Überwiegend hält Sie sich in Ufernähe und dicht unter der Wasseroberfläche auf. Unter Wurzeln und Steinen am Grund versteckt sie sich bei Gefahr. Dorthin zieht sie sich auch in der kalten Jahreszeit zurück.

Nahrung: Die Elritze ernährt sich überwiegend von Insektenlarven, Fischlaich und Jungfischen.

Vermehrung: Die Elritze wird in ihrem dritten Lebensjahr geschlechtsreif und die Laichzeit findet in den Monaten April bis Juni statt. Die Männchen sind zu dieser Zeit besonders farbenprächtig und zählen dann zu den schönsten Süßwasserfischen. Einen deutlich sichtbaren und hellen Laichausschlag tragen sie auf dem Kopf, den Brustflossen und den Schuppen des Vorderkörpers. Die Elritze laicht an flachen Stellen mit kiesigem Untergrund. Meist legen sie die Eier, auf zweimal verteilt, auf dem Boden oder auf Pflanzbeständen ab. Die Elritze legt je nach ihrer eigenen Größe etwa 800 bis 4500 Eier ab.

Gefährdung: Die Elritze gilt zu den gefährdeten bis stark gefährdeten Arten.

Schutz: Die Elritze gilt ganzjährig als geschützt.