Lateinischer Name: Gadus morhua
Aussehen: Zur Unterordnung der Dorschfische gehören über 130 Arten. Am bekanntesten ist der Dorsch, der später Kabeljau genannt wird. Er trägt seinen Namen nur solange wie er noch nicht geschlechtsreif ist, mit Beginn der Geschlechtsreife nennt man ihn Kabeljau. In der Ostsee wird der ältere Fisch weiterhin Dorsch genannt. Der Kabeljau kann eine Länge von 1,80 M erreichen und ein maximales Gewicht von 90 kg. Der Körper des Kabeljau ist lang gestreckt und verfügt über drei dicht beieinander stehende und abgerundete Rückenflossen, sowie zwei Afterflossen. An seinem Unterkiefer befindet sich ein langer und kräftiger Kinnfaden, der bei allen Dorscharten typisch ist. Eine einheitliche Färbung des Kabeljaus kann man nicht festlegen. Die Farbe ist meist grünlich, bräunlich oder rötlich mit einem marmorierten Muster auf Kopf, Rücken und Seiten. Der Bauch ist heller gefärbt als der Rücken. Der Kabeljau kann ein Alter von 30 Jahren erreichen.
Lebensraum/Verhalten: Wie fast alle Dorscharten bevorzugt auch der Kabeljau Meeresgebiete mit kaltem oder gemäßigtem Wasser, welches ein hohen Salzgehalt hat. Die einzige Ausnahmen bei den Dorschen bildet die Quappe, die sich im Süßwasser aufhält. Dabei findet man den Kabeljau sowohl in flacheren Küstengebieten als auch in Tiefen bis zu 600 Metern.
Nahrung: Jungtiere ernähren sich von Plankton, später von Weich- und Krebstieren und Würmern. Ältere Kabeljauartgenossen gehen auf Fischjagd, bei der sie weite Nahrungszüge unternehmen.
Vermehrung: Die Laichzeit des Kabeljaus findet im Frühjahr (in den Monaten Februar bis April) statt, wobei in der Ostsee sogar bis August gelaicht wird. Mit Hilfe von Trommelmuskeln auf der Schwimmblase erzeugen die Männchen Grunzlaute während der Balzzeit. Die Eier werden im freien Gewässer abgegeben, dabei können die Weibchen bis zu 9 Millionen stück produzieren. Die abgelaichten Eier steigen zur Wasseroberfläche auf und nach zwei bis vier Wochen schlüpfen die Larven, die etwa 5 mm groß sind. Die Fischlarven entwickeln sich zu Jungfischen und wenn Sie eine Größe von drei bis sechs Zentimetern erreicht haben gehen sie zum Bodenleben über und ernähren sich dort zunächst von Plankton.
Gefährdung: In den letzten 30 Jahren ist der Kabeljaubestand deutlich, in der Nordsee auf ein Fünftel und in der Ostsee auf ein Achtel, gesunken. Dies lässt auf die großen Fangflotten zurückschließen und Experten meinen das der Kabeljau akut bedroht ist.
Schutz: Die EU-Agrarkommission stellt den Kabeljau im Januar 2004 unter Schutz. Fangflotten dürfen nur noch eine bestimmte Zahl an Tagen im Monat in den typischen Kabeljau Gewässern fischen. Es dürfen nur bestimmte Höchstmengen gefischt werden, die durch Stichproben kontrolliert werden sollen. Die Kommission hält sich eine Sperrung der Jung- und Laichgebiete zeitweise vor.

Zur Zeit befinden sich über 14.000 Seiten in unserem Index.