Brassen

Lateinischer Name: Abramis brama

Aussehen: Der Brassen gehört zu der Art Karpfenfisch und erreicht eine Größe von 30 bis 50 cm, in Ausnahmen sogar bis 75 cm, bei einem max. Gewicht von 7-10 kg. Der Körper ist seitlich stark abgeflacht mit einem extrem hohen Rücken und einer stumpfen Schnauze. Die Brustflossen dehnen sich sehr weit aus und erreichen den Ansatz der Bauchflossen. Die Rückenflosse weist 12 Strahlen und die lange Afterflosse (stark konkav gewölbt) 26-31 Strahlen auf. Die Schwanzflosse ist tief gegabelt. 50-97 Schuppen liegen entlang der Seitenlinie. Bleigrau bis schwärzlich ist der Rücken der Brassen gefärbt, der meist grünlich glänzt. Die Flanken sind heller und der Bauch weißlich, wobei die Flanken metallisch und der Bauch perlmuttfarben glänzt. Insgesamt weist die Brasse meist einen Goldglanz auf. Die beiden Paarflossen sind hellgrau und die anderen Flossen dunkelgrau.

Lebensraum/Verhalten: Da der Brassen ein Standfisch ist bevorzugt er große, stehende und langsam fließende Gewässer mit weichen und schlammigen Untergrund. Die Jungtiere halten sich überwiegend zwischen Wasserpflanzen in Ufernähe auf. Größere Exemplare leben in großen Schwärmen in größeren Tiefen und kommen erst Nachts in die flacheren Wasserbereiche. Da sie in sehr großen Scharen auftreten, müssen die Brassen häufig wandern, um neue Nahrungsgründe zu finden. Die Brassen spielen oft zwischen den Fresszeiten an der Wasseroberfläche, in dem sie sich wälzen herum rollen.

Nahrung: Weichtiere, Würmer und Schalentiere gehören zur Nahrung der Brassen. Auch winzige Organismen, die der Brassen im Schlamm findet gehören zur Nahrung. Dabei weiden sie systematisch den Untergrund und ganze Uferbereiche ab, indem sie diese absaugen oder Wasser darauf blasen um Nahrung frei zuspülen. Dabei werden erhebliche Massen von Schlamm Aufgewühlt, die das Wasser in großen Bereichen färbt. In stehenden Gewässern und in fließenden Gewässern (nur bei besonders kalten Perioden) nimmt der Brassen im Winter nur wenig Nahrung zu sich.

Vermehrung: Die Laichzeit findet in den Monaten Mai bis Juni statt. Dabei ziehen die Fische in großen Schwärmen zu flachen und pflanzenreichen Uferstellen, wobei dichte Krautbetten bevorzugt werden. Die Männchen tragen zu dieser Zeit warzenförmige Gebilde auf den Schuppen und dem Kopf. Unter heftigen Paarungsspielen werden etwa 200.000-300.000 klebrige Eier in einer Größe von 1,6-2 mm in den Krautbetten abgelegt. Nachdem die Brut geschlüpft ist, hält sie sich die ersten Monate in diesem Kraut auf. Die Elterntiere begeben sich jedoch bald nach dem Laichen wieder in tiefere Regionen.

Gefährdung: Der Brassen wird als ungefährdet eingestuft, obwohl die Laichplätze in den Fließgewässern zum Teil stark abgenommen haben. Dafür ist er in stehenden Gewässern häufig anzutreffen.

Schutz: Es sind zur Zeit keine Schutzmaßnahmen erforderlich.