Bachforelle
Aussehen: Die Bachforelle erreicht eine Größe von 20 bis maximal 50 cm mit einem Gewicht von max. 9 kg. Da die Bachforelle in verschiedenen Formen vorkommt, kann es zu Abweichungen der hier gegebenen Beschreibung kommen. Sie hat einen torpedoförmigen, kräftigen Körper. Seitlich ist dieser leicht abgeflacht und sie besitzt einen hohen Schwanzstiel. Das Maul ist endständig. Je nach Alter ist die Schwanzflosse eingebuchtet. Je älter die Bachforelle wird um so mehr verschwindet diese Einbuchtung, bis sie überhaupt nicht mehr vorhanden ist. Eine Fettflosse, die hell gefärbt und mit roten Tupfen besetzt ist, befindet sich zwischen der Rücken- und Schwanflosse. Die Färbung variiert sehr stark und ist unter anderem vom Standort abhängig. Diese Färbung kann vom Grünlichen bis ins Braune gehen. Der Rücken ist dabei dunkler und zu den Flanken hin heller werdend. Die Flanken können oft in Rot- Orange- oder Gelbtönen schimmern. Der Bauch ist weiß bis gelblich. Auf dem Rücken und oberhalb der Seitenlinie befinden sich große, dunkle Flecken. Diese Flecken sind unterhalb der Seitenlinie ebenfalls vorhanden, weisen jedoch eine rote Farbe auf, die hell umrandet sind. 105-120 Schuppen befinden sich entlang der Seitenlinie.

Lebensraum/Verhalten: Die Bachforelle stellt hohe Ansprüche an die Wasserqualität und bevorzugt kühle, klare und sauerstoffreiche Bäche und Flüsse. Sie liebt eine abwechslungsreiche Struktur, wie tiefe Kolke und Gumpen, reiche Bestände an Unterwasserpflanzen im flachen Wasser für die Brut und überhängende Uferpflanzen. Zudem sucht die Bachforelle zur Laichzeit gern kleinere Nebenbäche auf, daher sollte das Bachsystem in linearer Richtung durchgängig sein.

Nahrung: Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insektenlarven, Kleinkrebsen, Würmern, Schnecken, Insekten und Anflugnahrung. Größere Tiere können auch räuberisch leben und sich von Fischen und Amphibien ernähren.
Vermehrung: Männchen sind mit 2 Jahren und Weibchen mit drei Jahren geschlechtsreif. Die Laichzeit findet in der Zeit von Oktober bis Januar statt. Dann suchen sich die geschlechtsreifen Bachforellen stromaufwärts gelegene überströmte Bachstrecken mit einem sandigen-kiesigen Untergrund. Eine Laichgrube von 15-30 cm Tiefe wird von dem Weibchen geschlagen. Hier hinein legt das Weibchen etwa 1500 rötlich bis gelbliche Eier pro kg Körpergewicht, die eine Größe von 3,8 bis 5,8 mm aufweisen. Anschließend werden sie besamt und mit Kies bedeckt. Anschließend wandern die Eltern zurück in ihre Reviere. Nach ungefähr 100-120 Tagen schlüpfen die 10-20 mm großen Larven. Sie ernähren sich in den ersten Tagen und Wochen von einem großen Dottersack und verstecken sich in dem kiesigen Gewässerboden.

Gefährdung: Die Bachforelle gilt teilweise als gefährdet Ursache dafür ist großtenteils die Wasserverschmutzung. Die Bestände haben jedoch in letzter Zeit wieder stark zugenommen.
Schutz: Zum Teil gilt vom 20. Oktober bis zum 15. März eine Artenschonzeit und eine Mindestgröße von 25 cm, je nach Bundesland.