Angelpraxis mit der Angelschule Schlögl !

Der Angler-Verein-Astheim e. V. hatte am 15. Juli 2000 mit dem Inhaber der Angelschule Schlögl, Michael Schlögl, und dem Treburer Angelgerätehändler Frank Urban von Frank’s Angel-Zentrum, einen Intensivkurs im richtigen Umgang mit Feederruten, also dem Fischen mit dem Futterkorb veranstaltet. Zu dieser Veranstaltung kamen zehn Sportfreunde, davon waren zwei vom ASV Rüsselsheim mit von der Partie.

"Michael Schlögl begrüßt die Teilnehmer"

Pünktlich um 8:00 Uhr kam Michael Schlögl, im Gegensatz zu manchem Teilnehmer, mit jeder Menge Ausrüstung und weiteren Gerätschaften, welche er im Verlauf des Tages ausgiebig erklären und auch demonstrieren würde. Später hatten die Sportfreunde allesamt auch reichlich Gelegenheit das Gelernte direkt am Wasser unter der fachlichen Anleitung von Michael, auszuprobieren. Der Verein hatte sich für sein Vorhaben den Main zwischen den Staustufen Eddersheim und Kostheim zum Angeln ausgesucht, da dort seit einigen Jahren ein sehr guter Fischbestand, nicht nur an Weißfischen vorhanden ist. Neben den allgegenwärtigen Rotaugen, "Klodeckel"-Brassen, Güstern, Gründlingen und Haseln, ist inzwischen auch ein guter Bestand an Nasen, Barben und Rapfen, sowie verschiedenen Edelfischen dort anzutreffen.

"Gute Nasen wurden auch häufig gefangen"

Michael begrüßte die Teilnehmer und stellte sofort klar, daß man in Anglerkreisen immer "per Du" ist und das sonst übliche "Sie" heute nicht zur Anwendung kommen würde. Alle Sportfreunde waren ohne Einschränkung damit einverstanden, obwohl die Altersspanne der Teilnehmer von 25 bis 65 Jahren reichte. Also buntgemischtes Publikum. Unser Lehrgangsleiter gab sich mit allen Teilnehmern sehr viel Mühe und hielt auch nichts geheim, sondern er legte großen Wert darauf, daß alle Teilnehmer die gezeigten Techniken, Knoten und sonstige Kniffe intensiv einübten und am Abend auch beherrschten.

"Michael beim Hakenbinden!"

Im Vorfeld zu diesem Praxislehrgang hatte der Vorsitzende des AV. Astheim große Bedenken, die entsprechende Zahl von Vereinsmitgliedern ans Wasser zu bekommen. Da waren zwar jede Menge Zweifler und kaum einer mochte im Vorfeld zugeben, daß man bei so einem versierten und international erfahrenem Angelprofi wie Michael Schlögl es ist, noch jede Menge lernen kann. Trotzdem kam dieser Lehrgang mit zehn Anglern zusammen, von denen zum Schluß ausnahmslos jeder vollends von der guten Qualität der Ausbildung der Angelschule überzeugt war.

"Auf die richtige Wurftechnik kommt es an"

Unser Lehrer begann am Morgen des geplanten achtstündigen Tages damit, den Teilnehmern die richtige Abstimmung der Geräte näher zu bringen. Rute, Rolle, Schnur, Futterkörbe, Haken und natürlich auch besonders dem verwendeten Anfutter widmete er ausgiebig viel Zeit. Auch durfte keiner gleich ans Wasser die Fische ärgern, solange er nicht die genaue Taktik und die kleinen Weisheiten des Knotenbindens und Hakenwickelns, welche der Meisterangler zeigte und einübte, beherrschte. Dies wurde den Akteuren am Nachmittag dann selbst bewußt, als das präparieren des Angelplatzes und die Techniken des Werfens dargebracht wurde. So ein Angelplatz ist schnell verdorben wenn man sich nicht an gewisse Spielregeln hält, die der Lehrgangsleiter in epischer Breite einstudierte. Zu keiner Zeit konnte man bei ihm Nervosität oder Langeweile spüren, er schlug jeden Teilnehmer in seinen Bann und gab das in ihm lodernde Feuer der Leidenschaft an die zehn Teilnehmer weiter.

Nach einer kurze Mittagspause verließ man die Theorie und die Praxisübungen und kam den eigentlichen Fischen näher. Das Loten und präparieren des Angelplatzes, die exakte Technik beim Auswerfen, das senken der Schnur bis zum richtigen Verhalten beim Biß, Anhieb und Drill des Fisches wurde mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerkes ausgeführt. Der Lohn der Mühen ließ nicht lange auf sich warten, denn schon beim ersten Auswurf mit beköderter Rute nahm schon eine große Brasse den verlockenden Köder. Ein schonender und vorbildlich gezeigter Drill, fachmännisches Enthaken des Fisches und das Neubeködern wurde mit Beifall belohnt. Danach ging es Schlag auf Schlag innerhalb einer halben Stunde wurden so von Michael ca. ein gutes Dutzend guter Fische gelandet. Auch einige prächtige Nasen waren immer mal wieder dabei. Schlögl hatte Mühe bei der Häufigkeit der Bisse den Kursteilnehmern die Techniken zu vermitteln, welche er anwendet, wenn die Fische nicht so beißfreudig sind.

"Futtergeheimnisse vom Meisterfischer"

Alles in allem war es ein gelungener Angeltag und die Teilnehmergebühr von DM 100,- war es wirklich wert. Auch wurden aus den zunächst abgemachten acht Lehrgangsstunden am Ende dann ca. elf, denn die letzten Angler ließen erst gegen 19:00 Uhr von diesem exzellenten Meisterfischer ab. Er bedankte sich auf seine Weise bei den Teilnehmern. Er gab jedem Aktiven zum Abschluß ein großzügig bemessenes Anerkennungspaket, wie sollte es auch anders sein, mit jeder Menge Angelgerät, Fertigfutter und die spezielle "Schlögl-Mischung", Futtereimer, Madensieb und T-Shirt rundeten die Gabe ab. Zum Schluß stand bei allen Teilnehmern fest, im nächsten Jahr werden die anderen Lehrgänge wie Bolognesefischen, Matchfischen und Stippfischen auch noch belegt und für die, die beim Feederfischen nicht mitmachen konnten (oder sich für zu schlau hielten!) wird auch dieser Termin noch mal angeboten.

 

Interessenten ( auch gerne von anderen Vereinen!) welche an diesem Lehrgangsangebot im Jahr 2001 teilnehmen möchten, können sich gerne beim Vorsitzenden des Angler-Verein-Astheim e. V. melden, denn wir haben auch gerne Gäste mit denen wir zusammen an den Gewässern Rhein, Altrhein, Main und den vereinseigenen Seen dem Angelsport nachgehen.

Die Termine für das Jahr 2001 sind wie folgt:

Am Samstag, dem 05. Mai 2001 steht das Fischen mit der Matchrute auf dem Programm.

Am Samstag, dem 28. Juli 2001 ist das Fischen mit der Bologneser-Rute Tagesthema.

Am Samstag, dem 18. August 2001 ist das Feederfischen mit der Feederrute geplant.

Am Samstag, dem 25. August 2001 wird dann das Stippfischen angeboten.

Alle Termine beginnen um 8:00 Uhr, und dauern mindestens acht Stunden. Das Ende ist offen. Die genauen Gewässerstrecken werden 14 Tage vorher allen angemeldeten Kursteilnehmern bekanntgegeben. Die Kursgebühr beträgt für jeden Tag DM 100,-. Getränke und ein Mittagessen wird vom AV Astheim zum Selbstkostenpreis organisiert.

 

Copyright: AV - Astheim Karl Josef Plaha

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