Hochseeangeln auf der Ostsee !


Jedes Jahr zieht es Tausende von begeisterten Anglern zum Hochseeangeln an die Ostsee. Unter anderem starten die Fischkutter von Heiligenhafen, Fehmarn, Wismar bzw. Rostock zu den Fanggründen in der Ostsee. Jeden morgen kann man beobachten, wie die "Neuankömmlinge und Profis" bereits um 3 Uhr ihren Platz auf dem jeweiligen Kutter reserviert haben. Es ist immer wieder erstaunlich, wie früh so mancher Angler auf den Beinen ist, um einen der begehrten Plätze im Heck oder im Vorderschiff zu ergattern. Ausgerüstet mit den Gerätschaften, die man beim heimischen Angelgerätehändler erworben hat, geht es dem Dorsch entgegen. Viele Angler sind der Meinung, daß man zuhause das Material wesentlich billiger kaufen kann und bringen dementsprechend Ihr Angelgerät mit. Leider wird öfters vergessen, daß eine gute Beratung zum Hochseeangeln zuhause nur erfolgen kann, wenn der Gerätehändler selbst Angelerfahrung an der Ostsee besitzt. Beispielsweise ist eine Hochseeangel aus dem Katalog mit 200 - 300 Gramm Wurfgewicht in deutschen Küstengewässern nicht zu gebrauchen. Mit solch steifen Ruten und dem entsprechenden 200 g Pilker ist der Fangerfolg bei Wassertiefen um die 20-25m und Windstärken von 4-5 rein zufällig. Immer wieder ist zu beobachten, daß zum schweren Pilker auch noch 3 oder 4 Beifänger in allen Farben und Größen montiert werden. Wie weit man eine solche Montage auswerfen kann, ist leicht nachvollziehbar.

Man sollte sich - besonders als "Anfänger" nicht scheuen, beim Angelgerätehändler vor Ort um Rat zu fragen. Aber auch Profis können bei den Spezialisten vor Ort noch einiges lernen. Aus der Erfahrung heraus möchten wir folgendes Gerät empfehlen. Als Rute ist eine Karpfenrute bestens geeignet. Diese Angel bietet die notwendige Aktion und das Gefühl, um den Pilker über den Grund zu zupfen. Als Schur sollte maximal 35 er monofile gewählt werden. Bei wenig Wind und wenig Drift ist man mit einem Pilker von maximal 50 gr. bestens ausgestattet. Bei Windstärke 4-5 und mittlerer Drift sollte das Gewicht des Pilkers 70-80 gr. betragen. Starke Drift und Windstärken um 7 erfordern in der Regel einen Pilker mit einem Wurfgewicht um die 100-120 gr. Entscheidend für die Wahl des Pilkers ist auch, ob man Antreibend (die Wellen bewegen sich vom Boot weg) oder Abtreibend (der Wind bläst einem ins Gesicht) angelt. Beim "abtreibenden Angeln" sind schwerere Pilker vonnöten. Das Gewicht sollte jedoch immer nach dem Grundsatz so leicht wie möglich und so schwer wie nötig ausgewählt werden. Versuchen Sie, den Köder verführerisch anzubieten. Dazu gehört auch, daß maximal ein kleiner Beifänger verwendet wird. Mit solcher Montage sind Auswürfe von 80m keine Seltenheit. Bei Verwendung von mehreren Beifängern fehlen beim Auswerfen einige Meter, die den entscheidenden Vorteil bringen können. Versuchen Sie, den Dorschen mit leichtem Gerät nachzustellen. Sie werden feststellen, daß sich das lohnt.

Köder die Sie unbedingt ausprobieren sollten : Versuchen Sie öfters die Farben der Pilker und Twister zu wechseln und probieren Sie unbedingt als Pilker den Kieler Blitz, sowie bei den Beifängern schwarze Twister bzw. kleine 3 cm lange weiße Twister für Wittlinge und "japanrote Beifänger" in allen Variationen.

Nichts ist schlimmer als an einem herrlichen Angeltag seekrank auf dem Angelkutter zu liegen und nicht fischen zu können. Trinken Sie wärend der Ausfahrt keinen Alkohol, essen Sie ausreichend und kommen Sie gut ausgeschlafen zum Schiff. Falls es Sie doch erwischt hat, trinken Sie Cola und setzen Sie sich in die Mitte des Schiffes und lassen Sie sich den Fahrtwind ins Gesicht blasen. Außerdem haben sich Akkupressur Armbänder bewährt.

Viel Erfolg bei der nächsten Kuttertour wünschte Euer Team von Angelsuchmaschine.de.