| Jeden Tag wurden zu beginn unserer Angeltour mehrere Makrelen als Köder gefangen. Diese wurden zuerst Filetiert und anschließend in viele kleine 10 mm breite Streifen geschnitten. Die Drillingshaken an unseren Paternostern wurden mit diesen Streifen garniert. Zwei bis drei Streifen je Hakenspitze ,so hatten wir einen richtig "Fetten" Köder zum anbieten. Viele der anderen Sportfreunde die auf Halsnoy pilkten kamen öfters ohne Fisch in den Hafen zurück. Dagegen waren unsere Fischkisten sehr gut gefühlt. Also kam nur Naturköderangeln im August in Frage. Schon nach zwei Tagen waren wir die Bösen ,weil wir die Makrelen als Köder benutzten und nicht einfroren um sie mit nach Hause zu nehmen. Es war fast kein Dorsch in der Bucht wo wir fast immer angelten, auch größere Pollacks und Köhler kamen nicht in der Menge vor das man mit Paternoster und Pilker hätte Erfolg haben können. Also kam nur Naturköderangeln in Frage. Wir angelten die ganze Woche über nun Morgens vier Stunden bis zum Mittag und NAchmittags bis zum Sonnenuntergang. Jeden Tag hatten wir viele gute Fische gefangen, darunter meistens Leng ,Schellfisch, Rotbarsche, Köhler und Pollacks .Zwei kleiner Dorsche waren auch mit von der Partie. Mein größter Leng hatte 157 cm bei 45 Pfund und biß auf Makrelenfilets in ca 90 m tiefe. Da Patric seinen ersten Hai gleich am ersten Tag gefangen hatte und wir die restlichen Tage keine Haie fanden war mein einziger Wunsch natürlich noch wenigstens einen Hai zu fangen. Am Vorletzten Tag war klar das wir die verbleibenden paar Stunden damit verbringen würden auf Haie zu angeln und natürlich zu suchen. So kam der letzte Angeltag und wir fanden weder Haie noch Makrelen die Bucht war wie Ausgestorben. Ein paar Angler hatten direkt an der Steilküste einige Makrelen gefangen ,das konnten wir aus ein paar hundert Meter Entfernung beobachten. Als die Sportfreunde dann diesen Angelplatz verließen mußten wir es dort versuchen da alles andere nichts brachte. So fuhren wir dort hin und fingen gleich ein paar Makrelen. Meine nutze ich zum Naturköderangeln und Patric blieb beim Makrelen fangen, erstmal. Runter mit den Fetzen, fünf Minuten später hatte ich einen Leng an der Rute, Patric hatte Lunte gerochen und machte seine Rute klar und fing sofort auch einen Leng. Nun mußten wir das Boot ersteinmal wegen der Abdrift versetzen. Motor aus , Ruten rein, Grundberührung bei 30 Meter und sofort Ruckartige hartnäckige Bisse an beiden Ruten, das waren keine Leng das wußten wir beide sofort, viel zu Wilde Attacken. Die ersten Anschläge gingen ins Leere. Aber als wir den Dreh raus hatten hing bei jeder Drift und nach jedem Biss mindestens ein Dornhai am Haken. Etwas mulmig wurde uns schon als wir sahen das bei jedem hochpumpen der Haie gleich vier ,fünf oder mehr Haie mit zur Oberfläche hochkamen, Ihr Rückenflossen durchbrachen die Wasseroberfläche, dann drehten sie eine Runde um unser Boot und tauchten wieder ab. Es ist ein wahnsinniges Gefühl wenn man in dem Glasklaren Wasser einen ganzen Schwarm Haie hochkommen sieht. Man mag sich nicht einmal die Hände waschen :) Dreizehn Haie in drei Stunden war die Ausbeute am letzten Angeltag, mein Wunsch ging in Erfüllung und in Deutschland brauchten wir nur ein paar Tage um die leckeren Haifilets zu verspeisen. Anzumerken bleibt das unsere Haie fast alle so um die 105 cm bis 125 cm lang und Acht bis Zehn Pfund schwer waren. Man sollte auch daran denken das man bei der Landung dieser Haie auf die zwei Dornen an Rückflosse und Schwanzflosse achtet ,sie sind zwar nicht Tödlich können aber böse Entzündungen verursachen. |